Campusgebäude für die Medizinische Fakultät an der Johannes Kepler Universität Linz
EU weit offener Wettbewerb : Arge mit Hoppe Architekten

Das Gebäude positioniert sich unaufgeregt im Areal und nimmt gleichzeitig im Campus eine als Forschungsgebäude eine Sonderstellung ein. Städtebaulich hat der Körper somit zwei Anforderungen zu
erfüllen:

Nach außen hin im Areal städtebaulich mitzuspielen – nach innen hin ein motivierendes Arbeitsumfeld und
lebendiges Campusleben anzubieten. Der Baukörper integriert sich durch seine einfache, klare und prägnante Kubatur, durch bewusst gewählte Bezugspunkte zur umgebenden Bebauung selbstbewusst und unaufgeregt, wir meinen fast selbstverständlich, in das bestehende städtebauliche Umfeld.

Durch die Aufnahme der Fluchtlinie der Blutbank entsteht entlang der Krankenhausstraße ein städtebaulich
klar definierter, passagenartiger, überdeckter Vorplatz, der gleichzeitig als erweiterter Gehsteig und als
überdachter Aufenthalts- und Vorbereich für das Gebäude in Erweiterung der Erdgeschosszone dient. Die
notwendige Überdachung der Tiefgaragenabfahrt (Lärm-, Emissions- und Sichtschutz) wird als von den
Nutzern frei nutz- und bespielbare Sitzstufenkonstruktion konzeptioniert. Der Zugang in das Gebäude
erfolgt zentral vom Vorplatz.

Die große Geste ist auch ein Bekenntnis zum Forschungsstandort. Die Erdgeschoßzone ist großzügig
verglast, der Vorlesungs- und Universitätsbetrieb nach außen hin sichtbar. Die stadtgestalterisch wünschenswerten und belichtungstechnisch erforderlichen Abstände zu den Nachbargebäuden werden gleichzeitig für die Anlieferung (Zufahrt, Ladehof) genutzt.In Richtung AKH-Park öffnet sich das Campusgebäude durch Einschnitte im Erdgeschoß und stellt so die Verbindung zum umgebenden Grünbereich her.

Das Areal kann als eine Abfolge gefasster und begrünter Plätze gelesen werden. Diese Plätze geben dem
Campus Orientierung und einen menschlichen Maßstab. Als Interpretation dieser gut proportionierten
Parkanlagen definieren wir im Inneren des Universitätsgebäudes vielfältig und differenziert gestaltete
Freibereiche. Diese Plätze schaffen Orientierung und geben den geforderten Abteilungen jeweils individuelle
Qualitäten. Die Jahreszeiten, Wetter und Klima sind ablesbar.

In Arge mit Hoppe Architekten