Stadtbibliothek Brixen
Wettbewerb 2010

Im Zentrum von Brixen entsteht eine neue Stadtbibliothek.

Die historische Struktur der Domherrenhäuser mit vorgelagertem Krautgarten im Bereich der neuen Stadtbibliothek wird wieder hergestellt. Der über der Mauer befindliche Bereich, wird optisch wieder den Gärten zugeordnet, indem sämtliche Einbauten abgebrochen werden. Die neuen, großzügigen Bibliotheksräume verweben sich mit dem Grünraum und sind sensibel in diese Zone der Brixener Altstadt eingefügt. Blickbeziehung in der Brunogasse zu den Domherrenhäusern auf beiden Seiten wird betont, der Charakter der Gasse verstärkt. Die Konzeption des Eingangsbereichs folgt der Tradition der öffentlichen bzw. halböffentlichen Durchgänge, die im Zentrum von Brixen sehr häufig vorgefunden werden. Der doppelte Zugang zur neuen Stadtbibliothek vom Domplatz als auch von der Brunogasse schafft einen halböffentlichen Durchgang, mit einer niedrigen Zugangsschwelle.
 

Die neue Stadtbibliothek öffnet sich über eine Glasfassade zur Brunogasse. Die restliche Kubatur des Neubaus ist nur als schmale horizontale Linie in Form eines ca. 20cm hohen Lichtbandes, sowie der Decke sichtbar. Der optische Auftritt der neuen Stadtbibliothek zum Domplatz bleibt unverändert. Der Neubau der Stadtbibliothek verschmilzt flächig mit dem historischen Krautgarten. Die komplexen archäologischen Schichten werden dabei nicht beeinflusst. Im Bereich des Neubaus sind archäologische Fenster sowohl im Garten als auch im Inneren der Stadtbibliothek möglich. Es entsteht eine visuell wahrnehmbare Verbindung mit der Geschichte des Ortes.